Montag, 14. Mai 2012

Mixed-Team wird Opfer des Spielsystems

Auf dem G-Spot in Gent gewinnt die Kölner Mixed-Mannschaft fünf von sechs Spielen – wird am Ende aber nur Neunter.

Die Kölner Mixed-Spieler haben sich in Gent auf die Deutsche Meisterschaft vorbereitet. Das belgische Turnier steht für hochklassiges Ultimate und hat auch in diesem Jahr einige Top-Teams aufgeboten wie zum Beispiel die Nationalmannschaften von Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Für Frisbee auf hohem Niveau war also gesorgt, leider aber nicht für ein ausgereiftes Spielsystem.

Anders als auf normalen Turnieren zählten auf dem G-Spot nicht die Siege, sondern vor allem die Punktedifferenz. Dieses System nennt sich Swiss draw und wird auch in Amsterdam gespielt – dort allerdings werden die maximal erreichbaren Siegpunkte gedeckelt, sodass ein Team, das 13:1 gewinnt, nicht automatisch ins Finale einzieht. In Gent war dies nicht der Fall und so musste Frühmix nach knappen Siegen gegen ein Schweizer Pick-up-Team und Fendisc aus Spanien sowie einer knappen Niederlage (8:10) gegen Deutschland um die Plätze 9 bis 20 spielen. Und das obwohl die Mixedler im Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft gezeigt hatten, dass sie mit den besten Teams mithalten können – Deutschlands Auswahl erreichte mit zwei Kölnern in ihren Reihen den zweiten Platz.

Im unteren Tableau hatte Frühmix zunächst leichtes Spiel. Gegen das Pick-up-Team Tight und die Belgier Diabolic Heaven konnte es sich 13:4 und 13:5 durchsetzen. Erst in der letzten Partie wurden die Kölner wieder richtig gefordert. Dutch-Mix hieß der Gegner, der sich als zusammengewürfelte Truppe aus holländischen Topspielern entpuppte. Dank einer konzentrierten Leistung dominierte Frühmix die Begegnung jedoch von Beginn an. Dabei zahlte sich aus, dass die Mannschaft auch gegen schwache Gegner an ihrer Zonenverteidigung gefeilt und in der Offense diverse Systeme eingeübt hatte. Gegen die Zonenverteidigung von Dutch Mix passten sie die Scheibe schnell weiter und nutzten die Lücken, die dadurch im Cup entstanden. Bei eigener Offense lief die Frisbee flüssig durch die Reihen und teilweise gelang es, den Marker zu brechen, und über die geschlossene Seite rasch zu punkten.

Alles in allem kann Frühmix also mit dem Turnier zufrieden sein. Wenn das Team in München dort anknüpft, wo es in Gent aufgehört hat, ist ein Platz unter den ersten drei drin.

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