Sonntag, 22. Januar 2012

„Olifant und Ewerswein“ – die DOMinas qualifizieren sich für die 2. Liga

Nur bedingt wach, aber sehr vorfreudig trafen sich die DOMinas im samstägigen Morgengrauen am Barbarossaplatz, um gemeinsam den Weg zur Quali anzutreten – alle DOMinas? Nein. Marie fehlte. Was war passiert? Wie sich durch ein klärendes Telefonat bald herausstellte, hatte Maries Wecker aus unerfindlichen Gründen ihre Ohren nicht erreicht, so dass sie auf die spätere Fahrtgruppe mit Bea und Caro ausweichen musste. [Fürs Protokoll: Marie schuldet uns damit (mindestens) einen Kasten Kölsch, Anm. d. Red.]

Dank Yannis Fahrtkünsten erreichten wir die schnieke Frankfurter Halle mehr als pünktlich und genehmigten uns ein zweites Frühstück, bevor Sara uns mental auf die erste Partie gegen das Bonner Bonnsai-Team einstimmte – immerhin stand der Einzug in die zweite Liga auf dem Spiel. Ihre Motivationskünste sollten reiche Früchte tragen: Alle DOMinas waren heiß bis in die Fußspitzen (auch wenn bei Vivis Füßen durchblutungstechnisch manuell nachgeholfen werden musste). Nach einem knappen und umkämpften Start erspielten sich die DOMinas eine Führung, die sie kontinuierlich ausbauten und die Partie schließlich mit zehn Punkten Unterschied 13:3 für sich entscheiden konnten.
Die Spielpause nutze Suse, um sich mit einer recht eigenwilligen Kombination aus zwei Printmedien (Süddeutsche und Gala) über das Tagesgeschehen zu informieren. Beim anschließenden Stadt-Land-Fluss-Spiel erwarb sie sich schnell einen Ruf als „the brain", während einige ihrer Mitspielerinnen für allgemeine Belustigung sorgten: Bea glänzte mit Erfindungen wie „Everswein", „Jacht-Leopard" und „Olifant" (allesamt sind Bea zufolge Belgische Wörter – nee, iss klar :-) ) und Marie erhob das „Modeln" kurzerhand zu einer Sportart…

Doch schon stand das nächste Spiel auf dem Programm und so ließen die DOMinas die Stifte sinken, um sich für das Match gegen die Frankas aufzuwärmen. Von Matze auf der Tribüne unterstützt und von unserer ‚flipping Glücksfee' Cris mit einer Defense bedacht, wurde dieses Aufeinandertreffen eine echte Bewährungsprobe für die Kölner Damen: Beide Mannschaften lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Frankas spielten klug und konzentriert und erarbeiteten sich bald eine knappe Führung, doch es gelang den DOMinas schließlich, durch unermüdliche Cuts, präzise Pässe und einer gehörigen Portion Teamgeist das Spiel noch zu drehen. Am Ende stand es 13:8 für Köln. Kaum war die Nachbesprechung vorbei, stand „the brain" wieder in den Startlöchern für die nächste Runde Stadt-Land-Fluss…

Auch das folgende Spiel gegen Potsdam konnten die DOMinas klar für sich entscheiden, obwohl der Punktestand letztlich über die kämpferische Leistung der Potsdamerinnen hinwegtäuschte. Mit drei Siegen gingen wir mit Selbstvertrauen in die vierte Runde, mussten uns aber gegen Darmstadt heftig ins Zeug legen. Suse hatte sich beim Stadt-Land-Fluss-spielen offenbar verausgabt, doch – Prinzenrolle sei Dank – erhielt sie ihre Energie bald zurück und so konnten die Kölnerinnen auch hier eine überzeugende Leistung bieten. Ohne Pause ging es direkt in die letzte Partie des Tages: das Spiel gegen Stuttgart war nach vorheriger Absprache einvernehmlich vorgezogen worden und endete als krönender Abschluss des Tages mit einem heiß umkämpften 13:6-Sieg für die Kölnerinnen. Die verbrannten Kalorien holten sich die DOMinas abends in einer Sportsbar zurück, wo bei Burgern und Pommes über die allgemeinen Vor- und Nachteile ausgefeilter Jubelgesten bei deutschen Handball-Nationalspielern diskutiert wurde. Marie, in High-Heels und Mini-Rock, verabschiedete sich mit einer Freundin ins Frankfurter Nachtleben.

Der zweite Tag begann vielversprechend, als Marie morgens pünktlich zum Frühstück erschien – nur den Mini-Rock hatte sie zur allgemeinen Irritation offenbar ‚verlegt'. Das erste und einzige Spiel des Sonntags bestritten die DOMinas gegen das blutjunge, zwischen Coolness und Schüchternheit schwankende Team von Bad Rappenau. Am Ende gewann Köln trotz einiger Konzentrationsschwächen auch dieses Spiel mit 13:7 und qualifizierte sich damit ohne Niederlage für die 2. Liga. Dank Suses recht sportlichen Fahrtstils erreichten die DOMinas die geliebte Kölner Bucht bereits am frühen Nachmittag. Dass sie den kommenden Turnieren schon jetzt mit einer Riesenportion Vorfreude entgegengesehen, muss an dieser Stelle wohl kaum extra erwähnt werden. In diesem Sinne: Nie mehr zweite – ähem: dritte (!) Liga!

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